Menschengroßer Holzrahmen, der im inneren des Rahmens stehen hat "Für das Hier und Morgen."

Hessisches Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat

Bereits 80 Prozent aller Maßnahmen befinden sich in der Umsetzung

Mit dem Klimaplan Hessen setzt das Land Hessen konkrete Maßnahmen für Klimaschutz und für die Klimaanpassung vor Ort um – auf Flächen, in Wäldern, in Dörfern und in Städten.

„Um Hessen bis 2045 klimaneutral zu machen und eine verbesserte Klimawandelanpassung zu erreichen, ist es besonders erfreulich, dass der Großteil der Maßnahmen erfolgreich läuft. Wichtige Projekte zum Schutz unseres Klimas konnten im vergangenen Jahr bereits abgeschlossen werden“, betont Umweltminister Ingmar Jung.

Vier Maßnahmen mit Vorbildcharakter:

  1. Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) hat Fließpfadkarten für 389 Kommunen erstellt: Sie zeigen, wo bei Starkregen Wasser abfließt – und welche Straßen, Plätze oder Gebäude besonders gefährdet sind. So können Gemeinden gezielt vorsorgen und ihre Bevölkerung schützen.
  2. Das Land Hessen verbessert den Wasserrückhalt im Wald: 1000 Durchlässe und 1000 Versickerungsmulden sorgen beispielsweise dafür, dass mehr Wasser im Wald bleibt – das schützt vor Trockenheit, verringert Hochwasserrisiken und hilft im Kampf gegen Waldbrände. Allein für diese Teilmaßnahmen wurden 2024 rund 2,17 Millionen Euro verausgabt.
  3. Über den Klimaplan wurden mehr als 400 Einsatzkräfte für die Waldbrandbekämpfung geschult: In Wiesbaden und im Kreis Fulda starteten umfangreiche Schulungsmaßnahmen der Katastrophenschutzstäbe – und das Angebot des Hessischen Innenministeriums wird nun auf ganz Hessen ausgeweitet.
  4. Das Projekt der Klimaquartiere wurde gestartet: Im Rahmen des Projekts erhalten 15 ausgewählte Quartiere in Hessen eine dreijährige Beratung zur Sanierung von Bestandsgebieten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Umsetzung von integrierten Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsmaßnahmen. Bis 2030 sollen es 50 Klimaquartiere werden.

„Diese Maßnahmen sind nur eine Auswahl aus vielen weiteren erfolgreichen Projekten. Sie zeigen aber anschaulich, dass wir unsere Lebensgrundlagen sichern und unsere Städte und Gemeinden gezielt dabei unterstützen, Vorkehrungen zu treffen, um Bürgerinnen und Bürger im Katastrophenfall zu schützen“, ergänzt Jung.

Öffentlichkeitswirksame Kampagne: Durch „Ambients“ in Hessens Natur blicken

Flankiert wird der Klimaplan von einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne unter dem Motto „Für das Hier und Morgen“. Die Kampagne soll den Klimaplan Hessen sichtbar machen und Bürgerinnen und Bürgern zeigen, dass Klimaschutz heute und in Zukunft vor Ort wirkt. Eigens dafür entwickelt wurden drei Holzbilderrahmen, sogenannte „Ambients“. Sie stehen in den Weinbergen bei Rüdesheim am Rhein, auf der Wasserkuppe in der Rhön und am Klimaerlebnispfad Wehrheim nördlich von Frankfurt. Ziel ist es, den Klimaplan mit seinen Maßnahmen für die Menschen vor Ort zu veranschaulichen. Dabei stehen die Standorte exemplarisch und ganz praktisch erfahrbar für alle schützenswerte Orte in Hessen.

„Wer durchschaut, kann die hessische Kultur- und Naturlandschaft ganz neu wahrnehmen. Auf begleitenden Infotafeln wird über den Klimaplan Hessen informiert und so der Bezug zu den Klimaschutzmaßnahmen der Landesregierung hergestellt – hervorragende Orte zum Verweilen und ein toller Foto-Spot, der die Schönheit unserer Heimat verdeutlicht“, so der Umweltminister über die Aktion.

Hintergrund

Der Klimaplan Hessen setzt den Rahmen, um das Ziel, bis 2045 Klimaneutralität für Hessen zu erreichen. Darin sind 90 Maßnahmen für Klimaschutz und Klimawandelanpassung in zehn Handlungsfeldern enthalten. Der Klimaplan Hessen wurde Anfang 2023 veröffentlicht und befindet sich im zweiten Jahr der Umsetzung. Weitere Informationen finden Sie hier: klimaplan-hessen.de.