Hessisches Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales

Projekte stärken Frauen mit Migrationserfahrung

Sozialministerin Heike Hofmann verleiht den Integrations- und Teilhabepreis an drei Initiativen, die Frauen mit Migrations- und Fluchterfahrung in den Mittelpunkt stellen.

Das Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales hat am Donnerstag den 5. November den Hessischen Integrations- und Teilhabepreis 2026 verliehen. Unter dem Motto „Starke Frauen – starke Generationen: Empowerment für Frauen, Brückenbauerinnen zwischen Kulturen und Generationen“ standen diesmal insbesondere Frauen mit Migrations- oder Fluchterfahrung im Fokus. Ausgezeichnet wurden drei Initiativen, die Frauen stärken sowie deren Gleichstellung und gesellschaftliche Teilhabe fördern: Das Projekt CHIBUR der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) aus Frankfurt am Main, Weltentöchter – Aus Mut wächst Zukunft des FamilienZentrums Bad Sooden-Allendorf e. V. und Ressourcen für Intersektionale Solidarität & Empowerment von Hami e.V. – Women Empowerment Organisation aus Rüsselsheim. Die Projekte erhielten die Auszeichnung am Donnerstagabend im Schloss Biebrich in Wiesbaden.

„Frauen mit Migrationsgeschichte sind oft unsichtbare Bindeglieder: Sie tragen die Verantwortung für den Zusammenhalt ihrer Familien, vermitteln zwischen Kulturen und Generationen und meistern die Herausforderung, in einer neuen Heimat Fuß zu fassen. Initiativen, die diese Frauen stärken, stärken nicht nur Einzelne, sondern ganze Familien – und damit unsere Gesellschaft“, sagte Integrationsministerin Heike Hofmann.

„Wir würdigen diese drei Projekte, um unserer Anerkennung Ausdruck zu verleihen: Sie schaffen Räume für Begegnung und gegenseitige Unterstützung, stärken Frauen in ihrer Selbstbestimmung und eröffnen neue Möglichkeiten gesellschaftlicher Teilhabe – durch Gesundheitsförderung, die Stärkung von Familien oder die Unterstützung bei der Wahrnehmung eigener Rechte. Die Initiativen zeigen, wie vielfältig die Wege zu mehr Gleichstellung, Zusammenhalt und Teilhabe sind“, führte die Ministerin aus.

Die Projekte im Überblick:

1. Platz – 10.000 Euro Preisgeld: CHIBUR

Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST), Frankfurt am Main

Das bundesweite Projekt „CHIBUR“ („Verbindung“) der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland stärkt Frauen aus jüdischen Gemeinden in herausfordernden Lebenssituationen und fördert ihre Gesundheit, Selbstwirksamkeit und gesellschaftliche Teilhabe. Jüdische Frauen – unter Ihnen auch Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrungen – finden hier geschützte Räume für Austausch, gegenseitige Unterstützung und Vernetzung.

Hier sehen Sie das Videoporträt des preisgekrönten Projekts CHIBURÖffnet sich in einem neuen Fenster

Frau Hoffmann steht mit drei Frauen und zwei Männern in einer Reihe - sie halten Auszeichnungen und Blumensträuße in den Händen.

2. Platz – 6.000 Euro Preisgeld: Weltentöchter – Aus Mut wächst Zukunft

FamilienZentrum Bad Sooden-Allendorf e. V.

Das Projekt „Weltentöchter“ des FamilienZentrums Bad Sooden-Allendorf stärkt Frauen mit Flucht- und Migrationsgeschichte und ermutigt sie, ihre Fähigkeiten, Erfahrungen und Talente aktiv in die Gesellschaft einzubringen. Im Mittelpunkt stehen Begegnung auf Augenhöhe, gegenseitige Unterstützung sowie die Stärkung der Selbstwirksamkeit und gesellschaftlichen Teilhabe.

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Frau Hofmann steht fünf weiteren Frauen und einem Mann in einer Reihe - sie halten Blumensträuße und Auszeichnungen in den Händen.

3. Platz – 4.000 Euro Preisgeld: Ressourcen für Intersektionale Solidarität & Empowerment

Hami e. V. – Women Empowerment Organisation, Rüsselsheim

Das Projekt „Ressourcen für Intersektionale Solidarität & Empowerment“ von Hami e.V. unterstützt Frauen mit Flucht- und Migrationsgeschichte dabei, ihre Rechte wahrzunehmen, neue Perspektiven zu entwickeln und selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Im Mittelpunkt stehen insbesondere afghanische und andere migrantische Frauen, die durch Flucht, Gewalterfahrungen und gesellschaftliche Barrieren besonderen Belastungen ausgesetzt sind.

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Frau Hofmann steht mit 5 weiteren Frauen in einer Reihe - sie halten Blumensträuße und Auszeichnungen in den Händen.

Unabhängige Jury unter Vorsitz der Ministerin

Über die Vergabe der Auszeichnung wurde im Vorfeld durch eine unabhängige Jury entschieden, der neben Ministerin Hofmann als Vorsitzender sieben weitere Personen angehören (Vertreterinnen oder Vertreter von überregionalen deutschen und ausländischen Medien). 

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